Lernen im Arbeitsprozess neu denken

Fachkräfte einarbeiten, Auszubildende begleiten, Wissen im Team weitergeben und gleichzeitig den laufenden Betrieb sichern – viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Lernen stärker in den Arbeitsalltag zu integrieren. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen geschieht Lernen häufig direkt im Arbeitsprozess: spontan, praxisnah und eng verbunden mit konkreten Aufgaben.

Genau hier setzt KIEFER an.

Im Projekt entwickeln und erproben wir neue Ansätze für arbeitsintegriertes Lernen, Kompetenzentwicklung und betriebliche Lernbegleitung. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Lernen bewusster zu gestalten, Mitarbeitende gezielter zu begleiten und Kompetenzen nachhaltig im Arbeitsalltag aufzubauen.

Auf dieser Seite finden Sie Qualifizierungs- und Bildungsangebote, die im Projekt KIEFER entwickelt werden. Die Angebote richten sich insbesondere an Unternehmen, Fachkräfte, Ausbildungsverantwortliche sowie Bildungsakteur:innen, die Lernen praxisnah, flexibel und zukunftsorientiert gestalten möchten.

Qualifizierungsangebote 

Die im Projekt KIEFER entwickelten Qualifizierungs- und Bildungsangebote richten sich insbesondere an Unternehmen, Fachkräfte und Bildungspersonal, die Lernen und Kompetenzentwicklung im Arbeitsalltag stärker unterstützen möchten.

Agile Lernbegleitung

in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung

Pilotierung
Start: 17.11.2026

Praxisnahe Qualifizierung für Beschäftigte, die Lernprozesse im Arbeitsalltag begleiten, unterstützen oder künftig stärker mitgestalten möchten.

Digitale Bildungsangebote

für Metall- und Elektroindustrie

Status
In Entwicklung

Individualisierte Lernangebote für die Metall- und Elektroindustrie, um Auszubildende und Beschäftigte dabei zu unterstützen berufliche Handlungskompetenz zu entwickeln.

Fortbildung

Ausbildungsgestaltung und Kompetenzentwicklung (IHK)
Pilotierung
Start: 25.11.2026

Modulbasierte Qualifizierung für Ausbilder:innen, die ihre Kompetenzen stärken, ihre Handlungsfähigkeit erweitern und die Ausbildung zukunftsorientiert gestalten möchten.

Wozu braucht es noch weitere qualifizierungsangebote? 

Neue Formen der lernbegleitung werden immer wichtiger.

Lernen passiert längst im Arbeitsprozess – oft aber ohne Struktur

Neue Technologien, veränderte Arbeitsanforderungen und der zunehmende Fachkräftemangel verändern die betriebliche Aus- und Weiterbildung spürbar. Mitarbeitende müssen sich schneller in neue Aufgaben einarbeiten, Wissen häufiger weitergeben und mit Veränderungen flexibel umgehen können. Gleichzeitig bleibt im betrieblichen Alltag oft wenig Zeit für klassische Weiterbildungsformate. Lernen findet deshalb zunehmend direkt im Arbeitsprozess statt, häufig spontan und ohne klare Begleitung.

Dadurch entstehen Herausforderungen:

  • Wissen wird unterschiedlich weitergegeben
  • Lernfortschritte bleiben unsichtbar
  • Einarbeitung dauert länger als nötig
  • Mitarbeitende fühlen sich mit Lernanforderungen allein gelassen
  • Lernprozesse hängen stark von einzelnen Personen ab
Im Projekt KIEFER beschäftigen wir uns deshalb mit der Frage, wie Lernen im Betrieb bewusster, strukturierter und praxisnah begleitet werden kann, ohne zusätzliche Bürokratie und nah an den realen Anforderungen im Unternehmen.

die mechatronische Basiskompetenz als Ausgangspunkt für Personalentwicklung.

Digitale Bildungsangebote für die Metall- und Elektroindustrie

Mechatronische Basiskompetenzen bilden eine wichtige Grundlage für Tätigkeiten in der industriellen Metall- und Elektrobranche. Die digitalen Bildungsangebote von KIEFER bündeln zentrale, berufsübergreifende Kompetenzen aus den Bereichen Elektrotechnik, Metalltechnik und Informationstechnik. Dazu gehören beispielsweise Arbeitsvorbereitung, Automatisierung, Montieren und Fügen, Programmierung, Prüfen und Messen sowie Wartung und Instandhaltung.

Die Angebote sind modular aufgebaut und ermöglichen individuelle Lernwege auf unterschiedlichen Niveaustufen – von grundlegenden Tätigkeiten der qualifizierten Arbeiskraft bis zur Weiterentwicklung zur Fachkraft. Digitale Lernaufgaben, Kompetenzfeststellungen sowie Eingangs- und Ausgangstests unterstützen die Lernenden dabei, ihre Fähigkeiten sichtbar zu machen und gezielt weiterzuentwickeln. Die Inhalte orientieren sich an realen Handlungssituationen und können direkt auf betriebliche Anforderungen übertragen werden.

Die digitalen Bildungsangebote befinden sich derzeit in der Entwicklung und werden im Projektverlauf erprobt.

Was brauchen Ausbilder:innen der Zukunft?

Fortbildung Ausbilder:in der Zukunft

Unter dem Titel "Ausbildungsgestaltung und Kompetenzentwicklung (IHK) entwickelt KIEFER ein neues Qualifizierungsangebot für Ausbilder:innen, das über die heutigen Mindestanforderungen der Ausbildereignung (AEVO) hinausgeht. Ziel ist es, Ausbilder:innen als reflektierte Lernbegleiter:innen und Gestalter:innen betrieblicher Ausbildung zu stärken. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Lernprozessbegleitung, pädagogische Professionalität, Kommunikation, Digitalisierung und KI, der Umgang mit Heterogenität und Vielfalt sowie Nachhaltigkeit und zukunftsorientierte Veränderungsprozesse.

Die Teilnehmenden erweitern ihre Fähigkeit, Ausbildungs-, Lern- und Kompetenzentwicklungsprozesse eigenständig zu planen, zu gestalten und weiterzuentwickeln. Der Lehrgang ist als Blended-Learning-Angebot mit Präsenz-, Online-, Selbstlern- und Transferphasen geplant. Perspektivisch ist ein Abschluss auf DQR-Niveau 5 vorgesehen.

Haben Sie Fragen zu den Qualifizierungen?

Online-Formular wird hier erscheinen

Hintergrund

Das Verbundprojekt KIEFER „Kompetenzorientierte Individuelle Entwicklung: Flexibel – Exzellent – Reflexiv“ wird unter dem Förderkennzeichen 21IVP071 als InnoVET PLUS-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Mit dem Programm InnoVET fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Das Projekt läuft vom 01.07.2024 bis 31.12.2027.
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